DAZN will mit Champions-League-Rechten Sky einholen

CEO des Sportstreaming-Dienstes DAZN nennt 5 Millionen Kunden als erste Zielmarke und will „Netflix des Sports“ werden.

Der Sportstreaming-Anbieter DAZN will nach dem Erwerb von Übertragungsrechten der Fußball-Champions-League für Deutschland bei der Kundenzahl bald das Niveau des Pay-TV-Anbieters Sky erreichen.

„Das ist etwas, was wir schaffen müssen“, sagte der DAZN-Chef James Rushton dem manager magazin (Erscheinungstermin: 23. Juni 2017). „Mittel- und langfristig heißt Erfolg, dieselbe Kundenbasis wie Sky zu haben“, ergänzte er. DAZN und Sky hatten Mitte Juni gemeldet, dass sie die Champions-League-Rechte ab 2018 gemeinsam nutzen wollen, wobei DAZN nach mm-Informationen dem Vertrag zufolge mehr Begegnungen live zeigen kann als Sky.

Das Angebot von DAZN soll den Kunden auch nach dem Rechteerwerb über längere Zeit zu gleichen Bedingungen wie bisher zur Verfügung stehen, sagte Rushton, das heißt zu einem Preis von knapp zehn Euro bei monatlicher Kündigungsmöglichkeit. „Es ist ziemlich wichtig für uns, dass wir bei dem Prinzip der Preisdifferenzierung bleiben“, sagte Rushton.

DAZN ist seit vergangenem Jahr in Japan sowie im deutschsprachigen Raum präsent – überträgt aber bisher nur kleinere einheimische Sportarten und ausländische Ligen. Das Unternehmen, das maßgeblich dem amerikanisch-britischen Multimilliardär Leonard Blavatnik gehört, hat aber das Ziel eine Art „Netflix des Sports“ zu werden. Dazu soll es nach Rushtons Worten möglichst rasch in weitere Märkte vordringen. Bis 2020 solle DAZN in zehn bis zwölf Ländern präsent sein.

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