Olympia Livestream-Bilanz: Das sind die Online-Quotenhits von Pyeongchang

Eishockey sorgte auch online für Quoten bei den Olympischen Winterspielen 2018. Sieger der Olympia Livestream-Bilanz ist aber eine andere Sportart!

Rund 3.000 Athleten haben sich in 15 Disziplinen bei den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang gemessen. Die deutschen Sportler brachten so viele Medaillen wie noch nie nach Hause. Trotz ungünstiger Übertragungszeiten aus dem fernen Südkorea hat die deutsche Fan-Gemeinde ihre Sportler vor dem Bildschirm begleitet. Der Online-TV-Anbieter Zattoo hat seine Olympia-Livestream-Bilanz ausgewertet – und kann genau sagen, wann und wie die Olympischen Winterspiele im Livestream verfolgt wurden.

Insgesamt haben Zattoo-Nutzer über 1,3 Millionen Stunden die Wettkämpfe live gestreamt. Dabei sind die Süddeutschen die größten Wintersport-Fans. Mit einer durchschnittlichen Streaming-Dauer von 5,1 Stunden haben die Bayern die Nase vorn, dicht gefolgt von den Baden-Württembergern mit 4,6 Stunden. Sportmuffel, jedenfalls was Abfahrtslauf, Rodeln und Co. betrifft, sind ostdeutsche Zattoo-Nutzer. Nur in Mecklenburg-Vorpommern und in Berlin wurde durchschnittlich 4 Stunden gestreamt. In Brandenburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen waren es unter 3,5 Stunden.

Biathlon ist Streaming-Highlight

Die drei größten Streaming-Highlights waren drei der Entscheidungen im Biathlon. Der 10-Kilometer-Sprint der Herren, bei dem Arnd Peiffer, Simon Schempp und Benedikt Doll am 11. Februar ins Rennen gingen, sowie der 15-Kilometer-Massenstart der Herren am 18. Februar hatten die meisten Zuschauer bei Zattoo. Die 10-Kilometer-Verfolgung der Biathlon-Damen am 12. Februar, bei der sich Laura Dahlmeier ihre zweite Goldmedaille holte, verfolgten ebenfalls viele Zattoo-Nutzer.

Auch der Einzug der Eishockey-Männer ins Halbfinale war eine Sensation und sorgte bei den Fans vor dem Bildschirm für Begeisterung. Entsprechend waren viele Zattoo-Nutzer per Live-Stream dabei, als die DEB-Auswahl am 23. Februar gegen Kanada antrat und sich mit einem 4:3 ins Finale spielte. Für die Übertragung des Finales am frühen Sonntagmorgen wollte sich dann offensichtlich nicht jeder vor den Bildschirm setzen.

Morgens mobil, abends auf dem Smart TV

Morgens haben bis zu 58 Prozent der Nutzer die Olympischen Winterspiele mobil gestreamt, am Abend bis zu 64 Prozent mit internetfähigen Fernsehern. “Was wir aus der Geräte-Nutzung im Tagesverlauf herauslesen können, deckt sich mit dem Nutzerverhalten, das wir auch sonst beobachten”, so Jörg Meyer, Chief Officer Content & Consumer bei Zattoo. “Von unterwegs aus, wird mit Zattoo via Smartphone gestreamt und abends wechseln die Zattoo-Nutzer zum Fernsehgerät. Das zeigt, dass uns Nutzer nicht mehr nur als mobile Lösung, sondern auch zunehmend als Lösung für Fernsehen im heimischen Wohnzimmer wahrnehmen.”

Viele der Wettkämpfe wurden in den frühen Morgenstunden aus Südkorea übertragen. Genau dann, wenn viele Menschen aufstehen und auf dem Weg zur Arbeit sind. Entsprechend griffen die meisten Zattoo-Nutzer (bis zu 58 Prozent) in der Zeit zwischen 5:00 Uhr und 7:00 Uhr zum mobilen Endgerät, um keine Medaillen-Entscheidung zu verpassen. Im Tagesverlauf nahm die Smartphone- und Tablet-Nutzung ab und lag zur Prime Time nur noch bei rund 20 Prozent. Ein ganz anderes Bild zeigt die Smart TV-Nutzung. Während der Big Screen im Tagesverlauf nicht die erste Wahl zum Streamen war, stieg die Nutzung gegen Abend an und erreichte um 20:00 Uhr ihren Höhepunkt mit 64 Prozent der Zattoo-Nutzer. Damit ist der Big Screen im Wohnzimmer in den Abendstunden – wenn Highlights-Sendungen zur Winter-Olympiade gezeigt wurden – das meistgenutzte Endgerät, über das gestreamt wurde. Die Live-Übertragung der Wettbewerbe endete nachmittags um 16:00 Uhr. Entsprechend niedrig ist der Anteil der Big Screen-Nutzung um diese Zeit mit rund 36 Prozent.

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