Beste Bildqualität: Warum OLED TV-Geräte derzeit nichts übertrifft

20 Jahre nach dem ersten Flachbildfernseher im deutschen Markt scheint mit OLED TV die ultimativ mögliche Qualität erreicht: Satte Farben, starke Kontraste.

„Sie sehen schon, alles perfekt“, preist MediaMarkt-Verkäufer Ingo den großen Smart-TV im Home-Entertainment-Separee des Elektronikmarktes. Sein staunender Kunde: Comedian Michael Kessler. Der will mit dem 4K-Fernseher „nach Westeros fahren“ – also „Game of Thrones“ in brillanter Bildqualität schauen. Die Szene ist aus Episode vier der neuen Staffel von „Pastewka“ auf Amazon Prime. Comedian Bastian Pastewka wohnt darin auf dem Parkplatz eines MediaMarktes – in einem Wohnmobil, weil seine Beziehung zerbrochen ist. Auch er besorgt sich DVDs von „Game of Thrones“, ist gefesselt – und holt sich bald den selben Fernseher in sein Wohnmobil.

Bastian Pastewka in seinem Wohnmobil. Szene aus "Pastewka" (Bild © 2017 Amazon Inc. or its affiliates)
Szene aus „Pastewka“ (Bild © Amazon)

Keine Frage: Serienfans und Heimkino-Enthusiasten profitieren enorm von modernen TV-Geräten. Streaming-Dienste bieten immer mehr Serien und Filme in Full HD oder gar 4K-Qualität, also in Ultra HD. Ultra HD Blu-ray Discs liefern die gestochen scharfe Bildqualität auf Scheiben. Die HDR-Technik erhöht den Kontrastumfang. Damit die Qualität auf dem Bildschirm voll zur Geltung kommt, braucht es natürlich einen passenden Fernseher: scharf und farbstark.

Stünden wir vor MediaMarkt-Verkäufer Ingo, würde er uns ganz sicher einen Fernseher mit OLED-Technologie empfehlen. Es gibt sie von verschiedenen Herstellern: LG, Panasonic, Philips, Sony & Co.

Wandhalterung für OLED TV (Bild: ots/Vogels)
Wandhalterung für OLED TV (Bild: Vogels)

Satte Farben, toller Kontrast

OLED steht für Organic Light Emitting Diode, zu deutsch: organische Leuchtdiode. Aus diesen winzigen Dioden können sehr dünne Bildschirme für Fernseher, Tablets und Smartphones gebaut werden. So dünn, dass sie sogar gebogen werden können. OLED-Fernseher kommen ohne die in LED-Bildschirmen übliche Hintergrundbeleuchtung aus.

Fernseher mit OLED-Bildschirm sind dadurch sehr schlank. Einen Rand haben sie fast gar nicht mehr. Die Elektronik steckt oft nicht im Fernseher, sondern zum Beispiel im separaten Lautsprecher. Mit einer passenden Wandhalterung sehen sie enorm schick aus. Vor allem aber:

OLED-Fernseher haben tolle Farben und einen hervorragenden Kontrast, viel höher als bei herkömmlichen LED-Geräten. Der Grund wird deutlich im Vergleich:

  • OLED: Organische Leuchtdioden leuchten in der entsprechenden Farbe selbst, wenn sie angesteuert werden. Für schwarze Bildpunkte bleiben sie einfach aus.
  • LED: Die Hintergrundbeleuchtung mit LEDs in der Bildschirmrückseite wird von einem Raster aus Flüssigkristallen abgedeckt (LCD). Sie arbeiten wie farbige Filter. Im Dunkelzustand lassen sie trotzdem ein wenig Licht durchscheinen.

Wahrscheinlich würde uns Verkäufer Ingo einen OLED-Fernseher auch anfassen lassen. Denn dann würden wir merken: Er wird nicht so warm, braucht weniger Energie.

OLED vs. QLED

Ziemlich sicher hätte Ingo auch die Erklärung parat, warum wir auf manchen Fernsehern ein weiteres Kürzel lesen: QLED. Dabei handelt es sich um eine eigene Technik von Samsung, die auf der LED-Technik basiert. Die Hintergrundbeleuchtung trifft auf eine weitere Schicht mit so genannten Quantum Dots, die Farben und Kontraste nochmal verstärken. In Tests fällt die Farbwiedergabe auf OLED- und QLED-Bildschirmen ähnlich gut aus.

Weitere Features der neuen Fernseher: Internetzugang via WLAN ist selbstverständlich, Tuner für digitalen Kabel-, Satelliten- oder Antennenempfang sind meist eingebaut. Auch wer keine 4K-Streams oder Blu-rays schaut, sieht ein besseres Bild: 4K-Fernseher rechnen die Qualität hoch.



Preis

Für OLED-Fernseher zahlt man noch etwas mehr als für LED-Modelle. Bei knapp unter 1000 Euro für ein gutes 55-Zoll-Gerät beginnt die Preisspanne, z.B. für den LG 55EG9A7V OLED TV*. Etwas darüber rangiert der LG OLED55B7D, Testsieger bei Stiftung Warentest*.

Je nach Design, Bildschirmdiagonale und Hersteller steigt der Preis. Bei rund 6000 Euro ist man dann allerdings ästhetisch und qualitativ wirklich perfekt ausgestattet.

Die Lebensdauer der OLED-Fernseher geben Tests als geringer an im Vergleich zu LED. Zudem ist die Rede davon, dass sich lange angezeigte Standbilder in OLED-Bildschirme einbrennen können. Dagegen haben die Hersteller aber Schutzfunktionen eingebaut. Zusätzlich gibt es Wartungs-Prozeduren, die „Bildspuren“ entfernen.

Auch wenn mit OLED TV derzeit die ultimativ mögliche Qualität erreicht scheint: Sicher werden die Entwickler wieder neue Must-Haves für Heimkino-Fans erfinden. Verkäufer Ingo wird sie gerne vorführen – nicht nur prominenten Comedians.


Der erste Flachbildfernseher auf dem deutschen Markt (Bild: Philips)
Flat-TV vor 20 Jahren (Bild: Philips)

20 Jahre Flat-TV: Kleine Zeitreise

Im Weihnachtsgeschäft 1997 brachte Philips den ersten Flachbildfernseher in Deutschland auf den Markt: „Der erste Fernseher, den man wie ein Bild an die Wand hängen kann“. Stolze 15.000 Euro kostete der 42PW9982 damals. Und auch die Definition von „flach“ war noch sehr bescheiden: Zehn Zentimeter. Der erste Flat-TV brachte es auf 408.900 Bildpunkte (Pixel) – ein Zwanzigstel der 8,3 Millionen Bildpunkte, die heute Ultra HD schafft.


*Affiliate-Link. Mit einem Kauf über diesen Link erhält everytain.de eine Provision. Am Preis ändert sich für den Käufer natürlich nichts!

Noch keine Stimmen.
Bitte warten...
Artikel teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.