Persönlichkeitsrechte: YouTube-Nutzer können Gesichter in Videos verpixeln

Bei YouTube kann man jetzt einzelne Gesichter in Videos verpixeln. Für Nutzer wird es damit einfacher, Persönlichkeitsrechte zu wahren.

„Die Verpixelung fremder Personen, die in eigene Videoaufnahmen geraten sind, ist ein wichtiges
Instrument zur Wahrung fremder Persönlichkeitsrechte“, meint der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg, Dr. Stefan Brink.
„Manchesmal dürfen von diesen Personen zwar noch Aufnahmen gemacht werden, weil es sich z.B. um eine größere öffentliche Veranstaltung handelt oder die Personen nicht das eigentliche Motiv der Aufnahme bilden“, so der Datenschützer, „allerdings dürfen solche Aufnahmen ohne Einwilligung der Betroffenen keinesfalls veröffentlicht werden. Die Verpixelung einzelner Gesichter schafft hier eine praxisnahe Möglichkeit, sich rechtskonform zu verhalten“.
Für Brink ist das neue Feature bei YouTube auch der Beweis dafür, dass es sich lohnt, für Datenschutz einzustehen: „Selbst Unternehmen mit großer Marktmacht sehen, dass Datenschutz jedenfalls in Europa ein wichtiges Thema ist und die Nutzer von den Unternehmen auch ein datenschutzkonformes Verhalten erwarten. Und wie das Beispiel Youtube zeigt bewegen sich dann sogar große außereuropäische Anbieter, weil sie nutzerfreundliche Lösungen anbieten wollen.“

Denn letztlich dürfen ohne Einwilligung aufgrund des „Rechts am eigenen Bild“ nur in ganz engen Ausnahmefällen Videos oder Bilder von Personen veröffentlicht werden. Ein Umstand, der weder auf YouTube, noch auf anderen Plattformen nach meiner Kenntnis großer Beachtung erfährt.

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