Disney-Streamingdienst in Vorbereitung – „Günstiger als Netflix“

Im eigenen Disney-Streamingdienst will der Konzern seine Filme ab 2019 direkt vermarkten. Auch sein Sportsender ESPN plant ein Angebot.

In Vorbereitung auf den eigenen Disney-Streamingdienst beendet der Konzern seine bisherige Partnerschaft mit Netflix. Hier waren bislang auch Disney-, Pixar-, Marvel- und „Star Wars“-Produktionen zu sehen. Nun will Disney seinen reichen Fundus an Filmen und Serien vorrangig direkt den Streaming-Kunden anbieten. Gegen Ende 2019 soll der Disney-Streamingdienst starten. Der Aktienkurs der Walt Disney Company ist nach dieser Ankündigung von Disney-CEO Bob Iger am 9. November 2016 prompt gestiegen – auch weil eine neue Star Wars Trilogie angekündigt wurde.

Disney will im wachsenden Streaming-Markt mitverdienen, weil der Konzern durch seine Präsenz bei Netflix und auf anderen Plattformen bestätigt bekam: Seine Inhalte sind gefragt. Netflix angreifen will Disney aber nicht. Der eigene Disney-Streamingdienst werde zunächst weniger umfangreich sein als Netflix und daher auch „deutlich“ weniger kosten, so Disney-CEO Bob Iger. Marvel- und „Star Wars“-Titel bleiben möglicherweise bei Netflix.

„Kein anderes Unterhaltungsunternehmen ist besser ausgestattet, um in der sich ständig weiterentwickelnden Medienlandschaft zu bestehen“, sagte Disney-CEO Bob Iger.

Der Sportsender ESPN, der zum Disney-Konzern gehört, will bereits im Frühjahr 2018 einen Streamingdienst mit Livesport-Übertragungen und weiteren sportlichen Inhalten anbieten. Ob und wann die beiden Streamingdienste in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar sein werden, ist unklar.

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